Simmern-Rheinböllen

Austauschtreffen der Sicherheitsberatenden für Seniorinnen und Senioren (SfS) im Rhein-Hunsrück-Kreis

Senioren – unsere erfahrensten Verkehrsteilnehmenden – benötigen trotz ihrer langjährigen Erfahrungen im Straßenverkehr besondere Aufmerksamkeit, um diesen wichtigen Teilhabeaspekt möglichst lange zu erhalten

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Seniorinnen und Senioren – unsere erfahrensten Verkehrsteilnehmenden – benötigen trotz ihrer langjährigen Erfahrungen im Straßenverkehr besondere Aufmerksamkeit, um diesen wichtigen Teilhabeaspekt möglichst lange zu erhalten.

Die Sicherheitsberatenden für Seniorinnen und Senioren (SfS) im Rhein-Hunsrück-Keis erhielten beim jährlichen Austauschtreffen am 31. August 2022 Gelegenheit, sich mit den wichtigsten Sicherheitsrisiken der verkehrsteilnehmenden Seniorinnen und Senioren vertraut zu machen. Wertvolle Informationen lieferten Fachkräfte des Polizeipräsidiums Koblenz und der Polizeidienststellen Boppard und Simmern. In Fachvorträgen von Belinda Hauer, klinische Neuropsychologin für den Bereich der Fahrtauglichkeit und Kerstin Weßler vom Beratungszentrum des Polizeipräsidiums, zuständig für den Fachbereich Verkehrsprävention, erhielten die Teilnehmenden einen guten Überblick zu beratungsrelevanten Themen wie dem ärztlichen Fahrverbot, behindertengerechten Fahrzeugumbau, Tourenplanung unter Berücksichtigung von Uhrzeit, Witterung und Verkehrsdichte sowie der Nutzung von technischen Fahrunterstützungssystemen im Kraftfahrzeug. Polizeikräfte der Polizeiinspektionen Simmern und Boppard ergänzten die Informationen durch Fallzahlen und Erläuterungen zu Unfallhergängen. Auch der Unterschied zwischen E-Bikes und Pedelecs einschließlich der unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen wurde dargestellt.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass bei gesundheitlichen Einschränkungen Führerscheine nicht eingezogen werden, sondern die Verantwortung bei den Betroffenen selbst bleibt und dass die Fahrtauglichkeit auch bei Seniorinnen und Senioren wiedererlangt werden kann. Die Sicherheitsberatenden für Seniorinnen und Senioren und die Polizei streben regelmäßige Schulungen zum Thema Verkehrssicherheit an, um dieses Thema sicher in die Bürgerschaft zu transportieren.

Auch das Fazit aus der Unfallstatistik, dass es in den vergangenen Jahren weniger Kfz-Unfälle mit Seniorinnen und Senioren gab als mit jungen Verkehrsteilnehmenden, unterstreicht die Gleichberechtigung der Seniorinnen und Senioren im Verkehrsalltag.

Tanja Schmitz-Werner, Leiterin der Zentralen Prävention im Polizeipräsidium Koblenz, berichtete von den aktuellen Schwerpunktthemen Cyberkriminalität und Enkeltrick mit einem Ausblick auf weitere Veranstaltungen. Auch hier verdeutlichte der Austausch, dass es allen Beteiligten wichtig ist, künftig eine starke Präsenz zu zeigen. Beabsichtigt wird die Einbindung der Sicherheitsthemen in die Seniorenarbeit vor Ort, in Zusammenarbeit mit den Seniorenbeauftragten und -beiräten, sowie die Vorstellungen der Arbeit in Gremien und Gemeinde- und Stadträten.

Die SfS setzen sich engagiert für den Schutz ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger ein und vermitteln in persönlichen Gesprächen, bei Vortragsveranstaltungen oder in Presseartikeln Informationen, wie Seniorinnen und Senioren in ihrem Umfeld Kriminalität und Alltagsgefahren besser erkennen und sich davor schützen lernen. Sie sind ehrenamtlich tätig, werden von der Polizei geschult und erhalten regelmäßig Informationen über das aktuelle Kriminalitätsgeschehen oder andere sicherheitsrelevante Themen.

Interessierte an einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Sicherheitsberatende für Seniorinnen und Senioren erhalten weiter Informationen bei Kathrin König, Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis, Telefon 06761 82-419 oder E-Mail kathrin.koenig@rheinhunsrueck.de.

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