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Junge Rhein-Hunsrücker erleben Sommer bei finnischen Freunden

Zu Gast bei finnischen Freunden

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Foto Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis BUZ: Die Jugendlichen aus Finnland und Deutschland haben sich im Sommer 2022 kennengelernt

Jugendliche aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis haben eine spannende Zeit in der finnischen Partnerregion um Mänttä-Vilppula erlebt. Eine Woche lang waren 18 junge Menschen gemeinsam mit Lina Weinheimer von der Kreisverwaltung (Projekt Jugend bewegt) und Hannah Wagner vom Regionalrat Wirtschaft (Projekt Gelobtes Land) in Finnland. Sie verwirklichten in der Partnerregion eine gelungene deutsch-finnische Jugendfreizeit.

Mit dem Flugzeug ging es für die 15 bis 20 Jahre alten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Helsinki und anschließend mit dem Bus weiter nach Pohjaslahti. Quartier fanden die Jugendlichen im Ferienhof Vehkaniemi in der Nähe von Mänttä-Vilppula.

Auf einem malerischen Gelände wurde die Gruppe von ihrer Gastgeberin Anneli empfangen, in einem großzügigen Bauernhaus mit umgebauten Scheunen und kleinen Holzhütten direkt am See. Mit Außenduschen und sogenannten Ökotoiletten in Holzhäuschen sowie ohne Steckdosen und W-LAN wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort die Augen für das Wesentliche dieser Freizeit geöffnet: Umringt von Wäldern und grünen saftigen Wiesen glitzerte der See in der Sonne und lud zum Schwimmen und Rudern ein.

An sechs Tagen gab es ein abwechslungsreiches Programm im internationalen Austausch zwischen deutschen und finnischen Jugendlichen. Beim Angeln und beim Beerensammeln konnten die Besucher das finnische „Jedermannsrecht“, sich frei in der Natur zu bewegen und durch deren Gaben zu versorgen, selbst erleben und vieles zur Verarbeitung lernen. Selbst gegrillter Fisch und selbst gebackener Blaubeerkuchen waren dabei kulinarische Glanzlichter der Reise. Zudem gab die Gastgeberin Rezepte aus ihrer Kräuter- und Beerenküche an ihre deutschen Gäste weiter.

Bei verschiedenen Aktionen hatten die deutschen und finnischen Jugendlichen die Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen. In einem kooperativen Kletterparcours und beim Kanufahren war Teamwork angesagt – die Teilnehmenden kamen so gut miteinander in Kontakt und lösten gemeinsam Probleme.

Der Besuch des Vapriikki-Museums in Tampere gehörte ebenso zur Freizeit wie der Besuch in Simmerns Partnerstadt Mänttä-Vilppula. Dort besichtigte die Gruppe die Serlachius-Museen und erfuhr viel zur Historie und zum Handwerk der Papierindustrie, die Mänttä-Vilppula zu einer wirtschaftlich bedeutenden Stadt werden ließ. Die Gründerfamilie Serlachius hinterließ zudem eine beeindruckende Kunstsammlung. Auch in das tägliche Leben der Jugendlichen vor Ort erhielt die Gruppe einen Eindruck, außerdem gehörte es zum Programm, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Eigenverantwortung in die tägliche Versorgung einbrachten.

Die deutsch-finnische Sommerfreizeit war Teil des Projekts „Jugend bewegt“. In diesem Rahmen beschäftigt Projektleiterin Lina Weinheimer sich mit Jugendpartizipation im internationalen Austausch. Es geht darum, mit Jugendlichen aus dem Kreis einen anderen Blickwinkel auf die eigene Heimat zu werfen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft im ländlichen Raum zu erarbeiten. Dafür war die Zusammenarbeit mit Hannah Wagner aus der Kampagne „Gelobtes Land“ passend, denn sie beschäftigt sich unter dem Slogan „Leben.Jobs.Raum“ auch mit Zukunftsperspektiven in unserem Landkreis. „Ich habe bei unserer Reise in Finnland die Erfahrung gemacht, dass Jugendliche gerne mithelfen und Verantwortung übernehmen, jedoch oft von zu Hause einen vollen Service gewöhnt sind“, erklärte Projektleiterin Lina Weinheimer. „Umso schöner war zu sehen, wie gut es in der Gemeinschaft dann funktioniert hat.“

Der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis stehen für dieses transnationale Kooperationsvorhaben „Jugend bewegt“, an dem auf deutscher Seite die LEADER-Aktionsgruppen „Hunsrück“ und „Welterbe Oberes Mittelrheintal“ beteiligt sind, Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung.

Bei Fragen zum Projekt melden sich Interessierte gerne bei Lina Weinheimer, Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis, Telefon 06761 82 206, E-Mail lina.weinheimer@rheinhunsrueck.de.

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